Posts mit dem Label Rezension einer Fortsetzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rezension einer Fortsetzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 4. Dezember 2015

Rezension von "Aura - Geküsst von einem Geist"


ACHTUNG!!! Dies ist nicht der erste Band der Reihe, Spoiler sind also unvermeidbar. Wenn du nicht zu den Leuten gehörst, die sowieso zur letzten Seite vorblättern, solltest du jetzt aufhören zu lesen.
Zum ersten Teil dieser Reihe kommst du hier: 
Aura - Verliebt in einen Geist


Titel: Aura – Geküsst von einem Geist
Originaltitel: Generation Ghost 2 - Shift
Autor: Jeri Smith-Ready
Verlag: cbj Verlag
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-40244-3 (Hardcover) / 978-3-641-13769-4 (eBook)
Preis: 12,99 € (Hardcover) / 9,99 € (eBook)











Inhaltsangabe

Logan ist in der Welt der Schatten verschwunden, ein ruheloser Geist für alle Ewigkeiten. Es gibt kein Zurück, und Aura muss an ihre Zukunft denken … vielleicht sogar mit Zach. Als sie Abschied nimmt, steht Logan jedoch wieder vor ihr – greifbarer als je zuvor, nicht als violettes Licht, sondern für kurze Zeit körperlich fassbar … küssbar! Seine Rückkehr stellt nicht nur Auras Herz auf den Kopf, sondern alles, was sie bisher über den Shift und Geister wusste. Sie muss mehr erfahren, doch dazu braucht sie die Hilfe beider Jungs …

Meine Meinung

Der zweite Band fängt genau da an, wo der Letzte aufgehört hat: Logan kommt als Schatten zurück und Aura schafft es irgendwie ihn wieder zurück in einen Geist zu verwandeln.
Und damit geht das Liebesdreieck weiter…
Versteht mich nicht falsch, Liebesdreiecke finde ich nicht nur nervig. Wenn sie richtig geschrieben werden, können sie sogar sehr spannend sein. Dafür sollten die zwei Kontrahenten sich aber wenigsten einigermaßen ebenbürtig sein. Und Logan kommt für mich einfach nicht an Zach ran. Dafür ist er zu egoistisch und will unbedingt im Rampenlicht stehen. Dabei bringt er jedoch Aura wieder ins Visier des DMPs und somit in Gefahr. Ach, und er ist tot!

Das ist jedoch ein gutes Beispiel für die Auswirkungen des Shifts. Die Post-Shifter haben nicht wirklich die Möglichkeit mit dem Tod geliebter Menschen abzuschließen. Die Toten sind für sie ja nicht wirklich weg. Der Umgang mit diesem Problem und auch dem daraus resultierendem Konflikt mit den Pre-Shiftern setzt Jeri Smith-Ready gekonnt um.

Logan legt im Verlauf des Buches immerhin ein wenig von seinem Verhalten ab und wir ein bisschen rücksichtsvoller und erwachsener.

Doch auch an der Aura-Zach-Front gibt es einige Probleme. Denn als letzter Prä-Shifter und erste Post-Shifterin könnte ihre Beziehung möglicherweise riesiges Unheil heraufbeschwören. Das daraus folgende Verhalten von Zack und Aura ist für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Trotzdem gibt es viele süße Momente zwischen den beiden, die alles wieder wettmachen.

Im Gegensatz zum letzten Band geht es in diesem Teil vor allem um die Gefühle und Beziehungen der einzelnen Charaktere. Streckenweise ist nicht viel passiert, was die Handlung um das Geheimnis des Shifts betrifft. Auch das DMP verhält sich die meiste Zeit sehr ruhig. Im letzten Drittel des Buches geht es dann aber richtig rund. Für meinen Geschmack hätte die Action aber auch schon früher anfangen können.

Dafür lernen wir in diesem Band endlich mehr über den Shift. Yay!
Endlich wissen wir ein bisschen mehr darüber, was Aura und Zach von den anderen unterscheidet.
Außerdem wir auch noch das Geheimnis um Auras Vater gelüftet. Hierbei war ich total überrascht und mag besonders, dass alles dadurch noch ein bisschen mystischer wird.

Insgesamt ist das Buch eine gute Fortsetzung der Reihe und ich freue mich schon auf den letzten Teil.

Fazit


Liebesdreieck hin oder her, dieses Buch geht genauso gut weiter wie das vorige. Am Anfang ist der Fokus für meinen Geschmack vielleicht zu stark auf den Beziehungen der Charaktere fixiert. Am Ende nimmt es jedoch nochmal richtig Fahrt auf und die Action beginnt!




Buchreihe
Band 2: Aura - Geküsst von einem Geist
Band 3: Shine

Dienstag, 1. Dezember 2015

Rezension von "Die Auserwählten - In der Todeszone"


ACHTUNG!!! Dies ist nicht der erste Band der Reihe, Spoiler sind also unvermeidbar. Wenn du nicht zu den Leuten gehörst, die sowieso zur letzten Seite vorblättern, solltest du jetzt aufhören zu lesen.
Zum ersten Teil dieser Reihe kommst du hier: 
Die Auserwählten - Im Labyrinth


Titel: Die Auserwählten – In der Todeszone [Bd.3] 
Originaltitel: The Death Core
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 496 Seiten
ISBN:
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)/
18,99 € (Hardcover)/ 9,99 € (eBook)











Inhaltsangabe

Der letzte Teil der nervenzerreißenden und dystopischen Trilogie "Maze Runner - Die Auserwählten".

Statt der versprochenen Freiheit steht Thomas die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Deshalb müssen er und seine Freunde so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden.
[Quelle: Carlsen Verlag]

Meine Meinung

Nachdem ich die anderen beiden Teile regelrecht verschlungen habe, konnte ich es gar nicht erwarten diesen Band in meine Hände zu bekommen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar zu lesen und es bleibt bis zum Ende spannend. Allerdings haben einige Sachen dazu geführt, dass ich nach dem Lesen der letzten Seite mit einem enttäuschten Gefühl zurückgeblieben bin.

Das liegt zum einen daran, dass ich einige der Entscheidungen von Thomas nicht nachvollziehen konnte.

Nummer Eins: Ich verstehe einfach nicht warum er seine Erinnerungen nicht zurück haben möchte. Wissen ist Macht. Um WICKED* zu besiegen ist es doch nur hilfreich so viel wie möglich über die Organisation zu erfahren. Da Thomas fast sein ganzes Leben innerhalb von WICKED zugebracht hat, hätten seine Erinnerungen helfen können die Schwachstellen von WICKED aufzudecken. Thomas Befürchtung dann wieder an die Ideologie von WICKED zu glauben, finde ich nicht nachvollziehbar. Ich glaube einfach nicht, dass er durch das Wiedererlangen seiner Erinnerungen plötzlich wie Gehirngewaschen ist und alles tut was WICKED will. Dafür hat er einfach zu viel durchgemacht.

Nummer Zwei: Warum fällt es Thomas so schwer Theresa zu verzeihen? Nun gut, er dachte sie wolle ihn umbringen. Aber sie wollte ihn dadurch doch nur vor dem sicheren Tod bewahren. Wie hätte sie denn wissen sollen, dass WICKED nicht vorhatte ihn tatsächlich umzubringen.
Besonders im Kontrast zu Brendas Verrat fällt das sehr stark auf. Brenda hat immerhin wirklich für WICKED spioniert und sich dann erst später dazu entschieden, sich von WICKED loszusagen. Und darüber verliert Thomas kein einziges Wort mehr und vertraut ihr weiterhin vollkommen. Für mich ist das einfach nicht zu verstehen.

Die andere Sache ist das Ende.
Für mich fühlt es sich unfertig an. Die große Gefahr wird nicht wirklich gebannt. Die Probleme wurden nur aufgeschoben. Einen Abschluss bot das Ende mir nicht.
Auch bleiben ein paar Fragen offen, auf deren Beantwortung ich in diesem Band gehofft hatte.
Zum einen hätte ich gerne gewusst, was das für Gas in der Kammer war, in der Thomas im letzten Band von Theresa eingesperrt wurde. War der einfach nur da, um ihm seinen bevorstehenden Tod glaubwürdiger vorgaukeln zu können? Oder waren da vielleicht doch Chemikalien drin, die irgendwas in seinem Gehirn verändert haben?
Sehr interessiert hätte mich auch, nach was für Variablen WICKED eigentlich gesucht hat. Blutdruck? Gedankengänge? Verhaltensweisen? Zahlen? Gummibärchen?
Auch hätte ich gerne gewusst, wie sich nun Immune und Nicht-Immune unterscheiden.

Trotzdem war das Buch kein Reinfall. Nur im Kontrast zu den großartigen vorigen Bänden fallen die Sachen stärker auf als es sonst vielleicht der Fall wäre.
Im Epilog schafft James Dashner es dann auch nochmal, mit der Enthüllung einer neuen Information ein weiteres Mal alles wieder auf den Kopf zu stellen

*Wie ich auch schon in der vorigen Rezension anmerkte, habe ich alle Bände auf Englisch gelesen. Deswegen benutze ich auch die Bezeichnungen aus der englischen Version.

Fazit

Wie schon die vorigen Bände ist auch dieses Buch hochspannend. Allerdings fällt es Story technisch stark von seinen Vorgängern ab, da Thomas sich für mich teilweise nicht nachvollziehbar verhält.




Da dies der letzte Teil ist, ist hier mein Gesamteindruck der Reihe:

Auch wenn für mich der letzte Band etwas enttäuschend war, muss man diese Buchreihe einfach gelesen haben. Die Idee „Teenager müssen allein überleben“ ist vielleicht nicht neu, die Umsetzung ist aber grandios. Vom Anfang bis zum Ende bleibt es hochspannend. An einigen Stellen ist es für manch einen vielleicht zu blutig, trotzdem ist es kein Splatter (um mal einen Begriff aus dem Film zu benutzen). Im Fokus stehen ganz klar die Dynamik innerhalb der Gruppe und die psychologischen Auswirkungen der Situationen auf die Charaktere. Also, unbedingt Lesen!

Buchreihe
Band 1: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Band 2: Die Auserwählten – In der Brandwüste
Band 3: Die Auserwählten – In der Todeszone

Montag, 17. August 2015

Rezension von "Die Auserwählten - In der Brandwüste"

ACHTUNG!!! Dies ist nicht der erste Band der Reihe, Spoiler sind also unvermeidbar. Wenn du nicht zu den Leuten gehörst, die sowieso zur letzten Seite vorblättern, solltest du jetzt aufhören zu lesen.
Zum ersten Teil dieser Reihe kommst du hier:
Die Auserwählten - Im Labyrinth
 

Titel: Die Auserwählten – In der Brandwüste [Bd.2]
Originaltitel: The Scorch Trials
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 496 Seiten
ISBN: 978-3-551-31282-2 (Taschenbuch)/ 978-3-551-52035-7 (Hardcover)/ 978-3-646-92327-8 (eBook)
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)/ 18,99 € (Hardcover)/ 9,99 € (eBook)









Inhaltsangabe

Der zweite Teil der mitreißenden und düsteren Trilogie "Die Auserwählten"
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit - doch dazu ist Thomas nicht bereit!

[Quelle: Carlsen Verlag]
  
Meine Meinung

Wenn das erste Buch einer Reihe einfach umwerfend war, habe ich oft die Befürchtung, dass das Zweite nicht an meine hohen Erwartungen heranreicht. Da hätte ich mir hier keine Sorgen machen brauchen.
Im letzten Band haben wir die Figuren bei ihrer wohlverdienten Pause nach der Flucht aus dem Labyrinth zurückgelassen. Doch mit dem Ausruhen ist es für Thomas und die anderen sehr schnell vorbei. Denn die Rettung war nur gefakt. Tatsächlich beginnt nun Phase 2 der Experimente.

Bei vielen Büchern in diesem Genre ist es häufig so, dass im zweiten Buch die Charaktere eine ähnliche Version der vorherigen Hindernisse überwinden müssen. Doch nicht hier. Tatsächlich handelt es sich um fast das genaue Gegenteil. Thomas und die anderen haben nun vollkommene Bewegungsfreiheit und ein genaues Ziel. Um dieses zu erreichen haben sie allerdings nur zwei Wochen Zeit.
Auf dieser Reise passiert alles Schlag auf Schlag. Zum Atemholen haben die Charaktere nur wenig Zeit. Jedes Mal, wenn es für sie wieder hieß: Kämpfen oder flüchten, saß ich zum Zerreißen gespannt vor dem Buch und konnte die Seiten gar nicht schnell genug umblättern.

Natürlich sterben dabei wieder nicht gerade wenige und man muss sich von dem einen oder anderen Charakter verabschieden. Dafür kommen auch einige neue Charaktere hinzu. Da wäre zum einem ein Mitarbeiter von WICKED*: Rat Man. Dann finden sie heraus, dass es noch eine weitere Gruppe gibt, die durch die Prüfungen geschickt wird: Group B. Und im Scorch (dt. Brandwüste) treffen sie noch auf Jorge und Brenda. Brenda soll anscheinend mit Thomas und Teresa ein Liebesdreieck bilden, obwohl es mich nicht wirklich überzeugt und diese Geschichte sowas auch gar nicht nötig hat, um Spannung in die Handlung zu bekommen.

Wie auch schon im vorangegangenem Buch verschont James Dashner den Leser nicht mit ausführlichen Beschreibungen der blutigen Angriffe von Monstern und anderen Grauen. Ich persönlich komme damit klar, doch welche mit einem empfindlichen Magen könnten durchaus Probleme bekommen.

In diesem Buch erfahren wir auch ein bisschen mehr über die Außenwelt und die sieht gar nicht rosig aus. Langsam verstehe ich, warum Alby lieber im Labyrinth bleiben wollte. Aber auch über die Schöpfer hinter dem Labyrinth erfährt man einiges mehr. So weiß man jetzt mit Gewissheit, dass alles dazu dient ein Gegenmittel für einen tödlichen Virus zu finden. Und dafür gehen die Schöpfer auch über Leichen. Trotzdem kann ich noch immer nicht entscheiden, ob WICKED bodenlos böse ist. Ist es tatsächlich gerechtfertigt einige wenige zu opfern, um das Leben vieler zu retten? Ein ewiges Dilemma. Thomas muss jedoch mal daran geglaubt haben. Aus seinen teilweise zurückkommenden Erinnerungen erfährt man, dass er vor seinem Gedächtnisschwund freiwillig mitgemacht hat. Hoffentlich erfährt man ihm nächsten Band noch mehr über sein voriges Leben.
  
*Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und das würde ich auch jedem empfehlen, der sich daran traut. Einige Wortbedeutungen machen dadurch mehr Sinn. Und mal ehrlich WICKED hört sich doch viel cooler an als ANGST.

Fazit

Die Fortsetzung von „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ steht seinem Vorgänger in Spannung und Action in nichts nach. Vorsicht, Suchtgefahr!


Buchreihe
Band 1: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Band 2: Die Auserwählten – In der Brandwüste
Band 3: Die Auserwählten – In der Todeszone

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension von "Blue Secrets - Der Ruf des Ozeans"

ACHTUNG!!! Dies ist nicht der erste Band der Reihe, Spoiler sind also unvermeidbar. Wenn du nicht
zu den Leuten gehörst, die sowieso zur letzten Seite vorblättern, solltest du jetzt aufhören zu lesen.
Zum ersten Teil dieser Reihe kommst du hier:
Blue Secrets - Der Ruf des Ozeans


Titel: Blue Secrets – Der Ruf des Ozeans
Originaltitel: Of Neptune
Autor: Anna Banks
Verlag: cbt Verlag
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-31005-2 (Taschenbuch)/ 978-3-641-15008-2 (eBook)
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)/ 7,99 € (eBook)










Inhaltsangabe

Eine Liebe für die Ewigkeit
Emma und Galen brauchen etwas Zeit für sich. Allein. Weit weg von den Königreichen Triton und Poseidon. Emmas Großvater, der König von Poseidon, schlägt den beiden vor, eine kleine Stadt namens Neptun zu besuchen. Neptun ist die Heimat von Syrena und Halbblütern, die sich alles andere als wohlgesonnen sind. Emma und Galen geraten zwischen die Fronten. Sie treffen auf das Halbblut Reed, der seine Gefühle für Emma nicht lange verbergen kann. Plötzlich befinden sich Emma und Galen mitten in einem Machtkampf, der nicht nur ihre Liebe bedroht sondern auch ihre Königreiche.
 
Meine Meinung

Seit den Geschehnissen aus dem letzten Band ist einige Zeit vergangen. Galen hat den Tod von Rachel noch immer nicht verwunden und ist von Schuldgefühlen zerfressen. Deswegen will er erst einmal weg vom Meer. Zusammen mit Emma macht er sich auf in die Berge. Dank eines Vorschlags von Emmas Großvater Antonis (hach, ich liebe ihn einfach) landen sie in Neptun, einer Stadt voller Halbblüter und Syrena. Emma fühlt sich sofort wie zu Hause und endlich mal nicht wie eine Außenseiterin. Galen hingegen ist alles andere als begeistert und sein Pflichtgefühl schreibt ihm vor, dass er Grom davon erzählen muss. Dadurch kommt es zu einem riesigen Streit, bei dem dann auch noch rauskommt, dass Galen eigentlich gar nicht an Land leben will. Um sich abzuregen geht Galen erst mal an die frische Luft und wird prompt von mehreren Syrenas entführt

Doch Emma macht sich überhaupt keine Sorgen als Galen nicht auf ihre Anrufe reagiert. Obwohl das etwas sehr untypisches für Galen ist und sie eigentlich hätte misstrauisch werden müssen. Stattdessen erkundet sie die Stadt mit Reed, der sich unübersehbar gleich bei ihrer ersten Begegnung in sie verliebt hat.

Die Einführung von Reed als potentiellen love interest für Emma leuchtet mir sowieso nicht ein. Klar, es soll Spannung in die Geschichte bringen. Das ist nun mal der Zweck eines Liebesdreieckes. Aber erst im dritten Band? Ich habe zwei Bände nur über die wirkliche wunderschöne Liebesgeschichte von Galen und Emma gelesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Leser Reed Galen als Emmas Freund vorziehen würde. Deswegen habe ich mich durch die ganzen Emma-Reed Momente eher durchgequält als sie zu genießen.

Überhaupt sind Emma und Galen in diesem Teil der Reihe fast die ganze Zeit voneinander getrennt. Nur ein paar Kapitel am Anfang und am Ende sind sie überhaupt im selben Raum. Ansonsten ist entweder Galen entführt oder Emma verschwunden. Das ist ein großer Verlust für mich gewesen, mochte ich doch auch schon in den vorigen Bänden die Interaktion der beiden miteinander überaus gerne.

Auch finde ich es schade, dass die altbekannten Nebencharakter wie Toraf, Reyna und die anderen nur so wenig in diesem Buch anzutreffen sind. Sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen, weswegen ich mich sehr über die wenigen Szenen mit ihnen gefreut habe. Auch waren das mal wieder die lustigsten Stellen im ganzen Buch. Nur ein Beispiel: Toraf, der am helllichten Tag in Neptun eine Geisel nehmen will.

Die Handlung selber war eher weniger spannend und auch den Bösewichten hat irgendwie etwas gefehlt. Selbst als wie schon erwähnt Galen entführt wurde und dann sogar gefoltert, hatte ich nicht wirklich Angst um ihn.

Ein Lichtblick ist jedoch der Schreibstil. Wie auch schon in den vorigen Bänden ist er einfach schön flüssig zu lesen. Und auch die Aufteilung des Buches in Emmas Perspektive und Galens, hat mir wieder gut gefallen. Dadurch hat man einfach einen viel besseren Einblick und bekommt nicht nur die eine Seite der Geschichte mit. Man kann sich so viel besser eine eigene Meinung bilden.

Fazit


Der Schreibstil ist wie in den vorigen Bänden wunderbar. Die Handlung aber nicht sehr mitreißend. Bei dieser Reihe hätte für mich nach dem zweiten Band Schluss sein können.

(Ich habe sehr zwischen zwei und drei Katzen geschwankt. In den vorigen beiden Bänden habe ich die Charaktere aber so lieb gewonnen, dass es doch drei wurden.)

Da dies der letzte Teil ist, ist hier mein Gesamteindruck der Reihe:
Zuallererst muss ich ein großes Lob über die Covers ausprechen. Sie passen klasse zum Thema der Bücher und sind sowohl schön als auch geheimnisvoll.
Insgesamt habe ich von dieser Trilogie einen ganz guten Eindruck zurückbehalten. Das Thema Meerjungfrauen ist noch relativ unverbraucht, sodass man mal einen anderen mythologischen Hintergrund hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass Anna Banks sich auch Gedanken über die Herkunft der Fähigkeiten und der andersartige Anatomie der Syrena gemacht hat. Sie hat nicht einfach gesagt: Syrena leben länger? Das ist Magie! Nein, sie hat sich eigene Theorien dazu überlegt. Ob die jetzt tatsächlich einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten würden – keine Ahnung. Für mich haben sie auf jeden Fall dazu beigetragen die Geschichte in unserer Welt zu verankern.
Die Chemie zwischen Galen und Emma ist klasse und ich habe sie gerne beim Besiegen aller Hindernisse begleitet.
Mir persönlich hat der erste Band am besten gefallen. Der letzte Teil fiel für mich jedoch sehr stark von den anderen ab. Wirkte er doch irgendwie erzwungen und nicht mit den anderen beiden Bänden verbunden. Die ersten beiden Bände hätten mir gereicht.

Buchreihe
Band 1: Blue Secrets: Der Kuss des Meeres 
Band 2: Blue Secrets: Das Flüstern der Wellen 
Band 3: Blue Secrets: Der Ruf des Ozeans